
Pudolino, der kleine Tiger
Stadtgigolo und Räuberplotz. Seine Leidenschaft das Essen, sein Revier die Stadt. Nirgends kennt er sich besser aus als in seinem kleinen Dörfchen. Dort hat er alles fest im Griff, kennt jede Frittenbude, wickelt alle mit links um den Finger und selbst auf dem Wochenmarkt wird ihm der rote Teppich ausgerollt. Buntes Treiben, Partymusik und verlockende Düfte aller Küchen sind genau seins.
Mit Wald und Wiese hat er dagegen nix am Hut. Damit darf ich ihn nicht oft belästigen und er begleitet den kleinen Drachen nur gnädiger Weise zwischendurch auf eine kleine Runde. Er versteht das ganze Aufhebens um Mauselöcher oder Wildspuren absolut nicht und rollt darüber nur die Augen. Freiwillig würde er also nie einen Fuß abseits der Wege setzen und um ihn auf eine Wiese zu bitten, muss man schon tief in die Kekstasche greifen. Ein ausgiebiges Picknick auf seiner Decke ist dann eh obligatorisch, sagt der Tiger und lässt sich stets reich mit Kaninchenohren und anderem Knabberkram für seine Geduld mit uns bezahlen.

Moka, der kleine Drache
Eine Quatschbacke vor dem Herrn. Nichts, rein gar nichts kann er unkommentiert lassen. Er ist unser Ordnungshüter und Aufpass-Polizist. Sein lockeres Mundwerk trifft bei anderen nicht unbedingt auf Gegenliebe, was ihm nicht sonderlich viel ausmacht. Denn auch er legt nicht viel wert auf andere und wird nicht müde, das lauthals kund zu tun.
Deshalb ist sein bevorzugtes Revier die Einsamkeit in Wald und Wiese. Seinen scharfen Augen, seinen großen Ohren und seiner brillanten Nase entgeht dort nichts und er kann sich wunderbar Ewigkeiten damit beschäftigen, alle Spuren und Mauselöcher dieser Welt auszukundschaften.
Seine Neugier, gepaart mit einer guten Portion Selbstständigkeit und jeder Menge überschäumender Emotionen würde die kleine, zappelnde Stressbüchse oft in den größten Schlamassel manövrieren - weise Voraussicht ist nicht unbedingt die Stärke des kleinen Drachen. Aber dafür hat er ja uns und nicht zuletzt auch den dreimal schlauen Tiger an seiner Seite.
